Hauptprobe Schöller 047
Urmel aus dem Eis
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Fröhliche Weinberg

Der fröhliche Weinberg

Urmel aus dem Eis

 Michel in der Suppenschüssel

Pension Schöller

Herzlich willkommen,
liebe Theaterfreunde!

“Das Theater ist eines von den wenigen Dingen, an denen ich noch Freude habe“. Dies hat einmal Johann Wolfgang von Goethe gesagt.
Die Theaterspielgemeinschaft feierte 2008 ihren 25. Geburtstag und uns macht es immer noch Spaß und Freude, Theater zu spielen, ein Stück zu bearbeiten und für ein paar Stunden in eine andere Rolle zu schlüpfen.
Der 13. Januar 1983 war die Geburtsstunde unseres Vereins, denn an diesem Tag haben sich Leute wie Paul Knatz, Bernhard Adrian und Walter Glanzner zusammengefunden und über die Gründung einer Laienspielschar – zunächst unter dem Dach der Kolpingfamilie – nachgedacht.
Für den „Datterich“ hat man dann in den folgenden Wochen und Monaten gezielt Personen angesprochen und welche Begeisterung für das Theaterspiel zu der damaligen Zeit bestand, zeigt sich allein an der Tatsache, dass von 18 ausgesuchten Personen 17 spontan ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisierten.
Die Rollenbesetzung war eine schwierige Sache, denn Erfahrungen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hatten die allerwenigsten. Und so glich die Regiearbeit oftmals eher einem Dressurakt. Aber es gab zahlreiche Talente und von Spiel zu Spiel, von Stück zu Stück haben wir uns in den zurückliegenden Jahren verbessert. Beim Fußball würde man sagen, wir sind inzwischen ein paar Klassen aufgestiegen.
Mit dem „Datterich“ wurde eine Tradition in Lorsch wiederbelebt, die ihre Wurzeln bereits in der Nachkriegszeit hatte.  Zunächst gab es Anfang der 50er Jahre die Theatergruppe Dramacia und dann den eigentlichen Vorläufer, die Spielschar (1958), entstanden aus der katholischen Jugend, die im damaligen „Goldenen Stern“ (jetziges Kaufhaus Löffelholz) „Die Geburt“ auf die Bühne brachte. Teilnehmer und Initiatoren waren: Paul Knatz, Bernhard Adrian und der in Lorsch allseits bekannte Architekt Mennel.
Aber die Euphorie hielt nicht lange an, denn in den 60er Jahren kam das Theater sozusagen in die Wohnzimmer: Das Fernsehen war ein neues Medium, das zunächst alles in den Schatten stellte. In dieser Zeit war Amateurtheater nicht sonderlich gefragt.

Erst seit dem Datterich, im Jahre 1984 aufgeführt, hat das Amateurtheater wieder einen festen Platz im Lorscher Kulturleben. Der Datterich war eine Initialzündung und eine Erfolgsgeschichte, denn mit sieben ausverkauften Vorstellungen hatte man genau den Geschmack des Publikums getroffen. In den Hauptrollen die unvergessenen Walter Glanzner und Manfred Rothenheber.

In den folgenden Jahren teilten sich zwei Regisseure (Paul Knatz und Walter Glanzner) die Arbeit, beide wurden unterstützt vom technischen Spielleiter Bernhard Adrian.
Paul Knatz konzentrierte sich auf klassische Komödien:Der eingebildete Kranke, Der zerbrochene Krug, Der Revisor.
Walter Glanzner bearbeitete moderne Boulevardstücke:
Der Schlüssel für zwei, Das Fenster zum Flur, Boeing boeing,
Der Mann der sich nicht traut.
Höhepunkte unserer Vereinsgeschichte waren jedoch in den zurückliegenden Jahren zweifellos die Freilichtaufführungen:
Der Jedermann, Ein Sommernachtstraum,  Mutter Courage, Der fröhliche Weinberg.
Insgesamt wurden in den 25 Jahren nicht weniger als 26 Stücke aufgeführt. Und - ich denke, darauf können wir besonders stolz sein - es gab inzwischen auch zehn Aufführungen unseres Jungen Ensembles, der sehr engagierten Nachwuchstruppe unseres Vereins.
Zahlreiche Talente haben dabei mitgewirkt. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich sie einzeln aufzählen würde.  Außerdem läuft man dabei auch Gefahr, dass man den einen oder anderen vergisst. Eines ist jedoch allen gemeinsam: Es hat jedem, der dabei war, trotz mancher stressigen Situation, letztlich sehr viel Spaß gemacht.

Wir freuen uns sehr darauf!
Karl-Heinz Diehl, 1. Vorsitzende
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